Ostbrandenburg (gla). Über 1.000 Pädagogen unterzeichneten eine Stellungnahme zur Unterstützung der Schülerbewegung Fridays for Future.

Die Initiative entstand an einer Fachschule für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege in Berlin im April 2019. Ein kleines Team aus Lehrkräften und angehenden Erziehern hatte die Idee, dass alle, die unmittelbar für die nachfolgenden Generationen arbeiten, die Forderungen der protestierenden Jugend unterstützen sollten. In ihrer Stellungnahme fordern die Pädagogen Kanzlerin Merkel auf, dem Klimaschutz oberste Priorität zu geben. Dazu müssen bis Ende 2019 alle staatlichen Subventionen für fossile Energieträger beendet, ein Viertel der Kohlekraft-Kapazitäten abgeschaltet und eine Steuer auf den Ausstoß von Treibhausgasen erhoben werden. „Wenn wir, die älteren Generationen, unser Handeln nicht ändern, wird das Leben unserer Kinder und Enkelkinder sowie nachfolgender Generationen stark beeinträchtigt bis unmöglich werden“, heißt es in der Stellungnahme. „Hitzewellen, Dürren und damit verbundene Lebensmittelknappheit, extreme Überschwemmungen, Massenmigration und das Aussterben wichtiger Tier- und Pflanzenarten sind nur wenige Beispiele für die akute Bedrohung des Lebens auf der Erde.“ Zu den Unterzeichnern gehört auch der Landesverband der Kita- und Schulfördervereine Berlin-Brandenburg. Im März unterschrieben bereits über 26.000 Wissenschaftler als Scientists for Future ein ähnliche Stellungnahme.
„Wir können nicht akzeptieren, dass von Seiten der Politik auf dringende Appelle von Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu sofortigem Handeln gegen Klimakrise und ökologische Krisen nicht ausreichend reagiert wird“, schreibt Dr. Christopher Brinkmann von den Pädagogen for Future. „Die Wissenschaftler und die protestierende Jugend haben Recht, die Politik muss handeln.“