Ostbrandenburg (geh). Pünktlich am 9. Juni 2017 übergaben Mitglieder der Bürgerinitiative Mixdorf „Gegenwind aus dem Schlaubetal - kein Windpark in Mixdorf“ gemeinsam mit Steffen Mieck, stellvertretender Amtsdirektor vom Amt Schlaubetal die offiziellen Stellungnahmen zum 3. Teilregionalplan.

Es sind Papiere von der Bürgerinitiative, dem Amt Schlaubetal und von 291 Bürgern, die dem Leiter der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland Spree, Wolfgang Rump ausgehändigt wurden.
Die Stellungnahme der Bürgerinitiative haben 719 Menschen unterzeichnet. In einer Online-Petition wurden 5.093 Unterschriften, davon 3.374 aus dem Landkreis Oder Spree gesammelt. Die Masse der Unterschriften belege deutlich, wie hoch die Ablehnung gegen das Windeignungsbiet in der Bevölkerung ist, heißt es in einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative.
Die Stellungnahmen machen den Widerstand gegen die Ausweisung des Windeignungsgebietes 61 deutlich. „Es gibt zahlreiche überzeugende Gründe, die dagegen sprechen“, meint Bernd Kochan von der Bürgerinitiative Mixdorf. „Die Einwände werden detailliert erläutert und sachhaltig belegt.“  Die Planungsbehörde in Beeskow muss nun jede einzelne Stellungnahme zu prüfen.
„Wir hoffen, dass der Bürgerwille berücksichtigt wird“, so Kochan. Im 3. Teilregionalplan wurden beispielsweise einige seltene Vogelarten und deren Flugrouten nicht berücksichtigt. Zudem bleibe nach wie vor die Frage offen wo das erstellte Fledermausgutachten ist. Dieses sei laut offizieller Aussage nicht auffindbar und daher bei den Planungen nicht berücksichtigt. „Es gibt einige Ungereimtheiten im Regionalplan“, kritisiert  Susanne Köhler, Mitglied der Bürgerinitiative. „Ich empfinde es als totalen Wahnsinn, direkt neben dem Naturpark Schlaubetal einen Windpark dieses Ausmaßes errichten zu wollen.”