Pohlitz (for). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Flugplatzbetreibergesellschaft hatten am Sonntag zum Tag der offenen Tür auf den Verkehrslandeplatz in Pohlitz eingeladen.

Dieser Einladung sind wieder hunderte Interessierte aus Nah und Fern gefolgt. Dabei waren viele Eltern mit ihren Töchtern und Söhnen und viele Großmütter und Großväter mit ihren Enkeln. Mit guten Parkmöglichkeiten und freiem Eintritt war ein erlebnisreicher Tag schon vorprogrammiert. Engagiert dabei waren auch die Mitglieder des Flugsportvereins, die Modellflieger und zahlreiche Privatpiloten, die diesen Tag auf dem Verkehrslandeplatz Eisenhüttenstadt-Frankfurt (Oder) in Pohlitz nutzten.
Gleich am Eingang empfing die Besucherinnen und Besucher das mehrstöckige Betriebsgebäude, das in zwei Etagen als Aussichtsplattform von den Gästen genutzt werden konnte. Die Inbetriebnahme des Gebäudes erfolgte im Jahr 2001. Schon von hier oben hatten sie einen wunderbaren Rundblick über das gesamte Flugfeld, und konnten die Starts und Landungen der Maschinen und das Treiben auf dem Flugplatz beobachten.
Selbst die Modellsportler, die am anderen Ende des Flugplatzes ihre Modelle starteten, lagen noch im Blickfeld und als Marco Becker seinen meterlangen Modelldüsenjäger der „China Air Force“ startete, dröhnte die Modelldüse bis ins Betriebsgebäude. Das Modell war aus der Ferne nicht von einem richtigen Düsenjäger zu unterscheiden. Der Unterschied lag lediglich an einem gelungenen Kunstflugprogramm, das so in der Realität nicht geflogen wird und die Zuschauer zum Applaudieren veranlasste.
Ganz nah an die verschiedenen Motorflugzeuge konnten die Gäste auf dem Platz herangehen, sich mit den Piloten unterhalten und sich ihre Fragen beantworten lassen. Natürlich waren auch Rundflüge in den kleinen Maschinen möglich, was rege genutzt wurde. Für obligatorische zwei Euro pro Minute und Person waren 15 bis 20 Minuten Flug über die Umgebung von Pohlitz bis Eisenhüttenstadt zu haben. Motor-, Segel- und Ultraleichtflugzeuge standen dafür bereit und das Wetter war mit leichter Bewölkung, viel Sonnenschein und wenig Wind bestens dafür geeignet.
Umrahmt wurde der Tag der offenen Tür auf dem Flugplatz von Angeboten der Tourist-Information Eisenhüttenstadt, von umfassenden Informationen aus 50 Jahren Flugplatzgeschichte sowie der Teilnahme an einer Computerflugsimulation zum selbst Fliegen. Für die kulinarische Betreuung der Gäste sorgten die Mitarbeiterinnen des kleinen Bistros.
Inzwischen hatte Pilot Bernd Koschmieder seine „Cessna 172 Rocket“ mit drei Passagieren beladen und rollte langsam zur Startbahn. Die Cessna 172 ist der meist gebaute Flugzeugtyp der Welt und auch unter dem Namen Skyhawk bekannt. Die Cessna wird weltweit als Schulungsflugzeug für die Pilotenausbildung eingesetzt. Mit Gerd Wassilick, Eveline Janzen und ihrem Enkel Fynn Nätzelt, alle aus Frankfurt (Oder), hob die Cessna dann zum Rundflug ab. „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sang schon Reinhard Mey und so fühlten sich die Drei mit ihrem Piloten Bernd Koschmieder dann auch.