Berlin (gla). Am Montag wurde ein Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verübt.

Laut bisherigem Ermittlungsstand brachten ein oder mehrere Terroristen am Nachmittag den mit Stahl beladenen Sattelschlepper einer polnischen Spedition in den Außenbezirken der Bundeshauptstadt in ihre Gewalt. Am Abend gegen 20 Uhr raste dieser Lastkraftwagen aus der Budapester Straße kommend in die Menschenmenge am Breitscheidplatz nahe der Gedächtniskirche. An einem Weihnachtsbaum kam er zum Stillstand. Der Massenmörder oder die Massenmörderin floh daraufhin. Ein Zeuge folgte einem Verdächtigen in sicherem Abstand durch den Tiergarten und rief dabei die Polizei an. In der Nähe der Siegessäule konnte der mutmaßliche Terrorist verhaftet werden.
Über seine Identität wollten sich Vertreterinnen und Vertreter der Polizei im Laufe der Nacht nicht äußern. Bei einer Pressekonferenz am nächsten Tag teilten sie mit, es handele sich um einen 23-jährigen Asylbewerber aus Pakistan. Später wurde allerdings bekannt, dass dieser Verdächtige mangels Beweisen wieder freigelassen werden musste. Daraufhin begann eine groß angelegte Fahndung nach dem oder den wirklichen Tätern. Er oder sie könnte sich trotz des Vorsprungs von ungefähr 24 Stunden noch im Stadtgebiet aufhalten. Über 500 Hinweise sind bereits bei der Berliner Polizei eingegangen.
Der polnische Staatsbürger, der für die Fahrt des Sattelschleppers eingeteilt war, wurde ermordet auf dem Beifahrersitz gefunden.
Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses sind zwölf Todesopfer und 48 Verletzte, von denen sich noch 14 in Lebensgefahr befinden, zu beklagen. Zu der Tat hat sich der Islamische Staat bekannt.