Frankfurt/Oder (gla). Vertreterinnen und Vertreter der Politik, Wirtschaft und Medien fanden sich zum Neujahrsempfang der Linken ein.

Begrüßt wurden die Gäste vom Ensemble des Modernen Theaters Oderland mit den musikalischen Einlagen „Ein Lied geht um die Welt“ und „Immer anne Wand lang“. Dann hieß Wolfgang Neumann, Vorsitzender der Stadtverordneten, die Besucherinnen und Besucher willkommen. Er bedauerte, dass René Wilke, Landtagsabgeordneter der Linke, aufgrund eines Fahrradunfalls nicht anwesend sein konnte, und wünschte ihm „von hier aus schnelle und vollständige Genesung“.
Anschließend ging die Kreisvorsitzende Sandra Seifert auf das Moderne Theater Oderland ein, Frankfurts erstes klassisches Sprechtheater seit der Schließung des Kleist-Theaters. „Ihr seid eine Bereicherung unserer Kulturlandschaft“, lobte sie das Ensemble. Als Unwort des Jahres 2016 schlug sie „Kreisstrukturreform“?vor. Bei diesem Vorhaben der Landesregierung seien die Bürger „kaum bis nicht gehört worden“. „Wir mussten uns sogar zum Teil unflätige Beschimpfungen anhören“, erinnerte sie. „Ich möchte nicht, dass andere ohne uns und über uns entscheiden“. Sie äußerte auch Besorgnis über die zunehmende Radikalisierung der Gesellschaft. Es sei viel einfacher, gegen etwas als für etwas zu sein.
Mitglied des Bundestags Thomas Nord hielt die letzte Rede. Der Terroranschlag in Berlin sei ihm sehr nahe gegangen, da er nur fünf Minuten vom Tatort entfernt wohne. „Ist es so, dass Angst, dass Depression, dass Mutlosigkeit das kommende Jahr bestimmen wird?“ fragte er. „Können wir mit dieser Bundestagswahl ein Zeichen setzen, dass es auch anders geht?“ Thomas Nord hat vor, erneut als Direktkandidat anzutreten. Mit dem Satz „Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“ sprach er sich gegen eine militärische Unterstützung der Länder zwischen Deutschland und Russland aus. Stattdessen wünschte er sich eine Verständigung mit der russischen Regierung wie in alten Zeiten. Passend zu diesem Thema sang das Ensemble des Modernen Theaters die Lieder „Warum liebt der Wladimir grade mir“ und „Bring mir den Wodka Anuschka“. Dann eröffnete Wolfgang Neumann das Buffet.