Ostbrandenburg (eb/geh). Visualisierte Gastro- und Ausflugstipps, touristische Hinweise per Touchscreen sowie Gedankenstützen zum Abspeichern auf Handys und Smartphones: Das alles wird Urlaub und Tagesausflüge ins Seenland Oder-Spree zukünftig noch attraktiver machen.

Infoscreens, Bildschirme, Beratungstabletts und vieles mehr sollen Ferienhotspots in der Region noch besser veranschaulichen. Und das rund um die Uhr. Ob Rad- und Kanu-Tour, Quartiersuche oder Museumsbesuch - vor Ort soll sich jeder Gast zu jeder Zeit informieren können. Auch außerhalb der der Öffnungszeiten von Tourist-Informationen.
„Den Anfang macht die Tourist-Information Neuhardenberg, bei uns in Sachen Digitalisierung sozusagen Vorreiter“, erklärt Ellen Rußig, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Seenland Oder-Spree e.V.. Zur jetzt bestellten Technik würden unter anderem Info-Säule und Bildschirm gehören. Auch andere touristische Einrichtungen und Dienstleister werden in der beliebten Reiseregion in absehbarer Zeit nachziehen, darunter Hotels, Restaurants, Museen und Radverleiher.
Mit der Digitalisierung greife der Tourismusverband einen Schwerpunkt der Landestourismuskonzeption Brandenburg auf. Die flächendeckende Umsetzung in der gesamten Region sowie in fünf polnischen Gemeinden würde nun im Rahmen eines INTERREG-Projekts beantragt, so Verbandschefin Ellen Rußig. INTERREG beinhalte aber auch Mitarbeiter-Schulungen zu den Themen Internet, neue Medien und Digitalisierung.
Die Vorteile für Seenland-Besucher beschreibt die Verbands-Chefin so: Beratung auch außerhalb der Öffnungszeiten von Tourist-Infos, umfassendere Erläuterung in Wort, Bild und Ton zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowie abspeicherbare Merklisten, die sich der Gast via QR-Code auf sein Handy ziehen oder sich ausdrucken lassen kann.
Eins stehe laut Ellen Rußig aber auch fest: Die persönliche Beratung durch die freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Neuerungen natürlich nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen. „Übrigens”, so Ellen Rußig weiter, „die neuen Info-Portale greifen auf eine Datenbank zurück, die der Tourismusverband Seenland Oder-Spree bereits seit Jahren speist und von der auch Inhalte für die eigene Homepage, für die Reiseland-Brandenburg-Internetseite und die Brandenburg App kommen”.