Bad Saarow (daf). Der Landrat Rolf Lindemann lud im „Theater am See” in Bad Saarow zum Neujahrsempfang ein.

Zahlreiche Gäste aus der öffentlichen Verwaltung und der freien Wirtschaft sowie der zivilen Bevölkerung nahmen die Einladung dankend an.
Zunächst empfing der Landrat gemeinsam mit dem Kreistagsvorsitzenden Dr. Franz Berger die Gäste und nahm sich die Zeit, auch persönlich einige Worte auszutauschen.
Höhepunkt war dann der gut einstündige Auftritt des brandenburgischen Landespolizeiorchesters. Im Anschluss daran hielt Rolf Lindemann eine Rede und gab ein Resümee aus dem vergangenen Jahr.
Dabei ging er vor allem auf die Konsequenzen der Konzeption der Kreisgebietsreform ein, die mit einer rückstandsfreien Auflösung drohte. Jedoch konnte die Kreisgebietsreform gestoppt werden. Daraufhin ging der Landrat näher auf die Änderungen in der Verwaltungsspitze ein. „Wir haben die Herausforderung als Chance zur Gestaltung begriffen und mit der personellen Neuaufstellung auch einen ehrgeizigen Mentalitätswandel in der Verwaltung angestoßen”, so der Landrat.
So konnte beispielsweise die Beigeordnetenstelle „ohne politische Querelen, ohne ermüdende Wahlgänge, ohne Konkurrentenklagen”, wie Rolf Lindemann erklärte, um eine auf drei erweitert werden. Neben Sascha Gehm und Gundula Teltewskaja ist auch Michael Buhrke Beigeordneter des Landkreises Oder-Spree.
„Wir sind bestrebt, nicht nur das Etikett eines Dienstleisters zu tragen, sondern als Mitarbeiter in der Kreisverwaltung gerade aus dieser serviceorientierten Arbeitsweise, positive Resonanz, berufliche Entfaltung, Lebenssinn und Bedeutung zu ziehen”, betonte der Landrat.
Dabei nahm er sich selbst in die Pflicht, wie im Folgenden zu verstehen ist: „Nicht nur die Bürger, auch die Mitarbeiter erwarten in punkto Führung einen attraktiven Arbeitgeber, der sich in Zeiten des Fachkräftemangels auch um Aspekte wie Mitarbeiterbindung, Zufriedenheit am Arbeitsplatz, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Gedanken macht und insoweit die richtigen Signale aussendet.”
Themen mit denen sich in 2018 beschäftigt werden, sind unter anderem die Abwanderung junger Menschen, das Absinken der Kaufkraft, weniger Steuereinnahmen, Wohnen im Alter, ärztliche Versorgung auf dem Lande und die kulturelle Entleerung. Gerade im sozialen Sektor rechnete der Landrat vor, dass 75 Prozent des Haushaltes, also zirka 300 Millionen Euro in jedem Jahr ausgegeben werden. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Integration der geflüchteten Menschen ein. „Aus dem bei uns muss ein mit uns werden”, so Rolf Lindemann zur aktuellen Flüchtlingssituation.
Besonderer Dank galt dabei dem Engagement der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitbürger, die diese Integration unterstützen. Im Folgenden betrat Dr. Franz Berger das Podium und stärkte dem Landrat den Rücken. „Wir haben in der Zwischenzeit einen guten Landrat gefunden”, lobte der Kreistagsvorsitzende Rolf Lindemann. Weiterhin sagte er, dass der Kreistag 100 Prozent zum Landrat stünde.
Im Anschluss ging es in den inoffiziellen Teil über, bei dem sich die Gäste weiter persönlich untereinander bei Essen und Trinken austauschen konnten.