Ostbrandenburg (geh). Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg und das bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg gaben einen Neujahrsempfang im Haus der Wirtschaft Frankfurt (Oder).

Unternehmer der Region, nutzten die Gelegenheit, um auf das Wirtschaftsjahr 2017 zurückzublicken und einen Ausblick auf das neue Jahr zu wagen. Beides fand ein gelungenes Zusammenspiel mit Kultur und Kulinarik.
Jürgen Weiß, bbw-Geschäftsführer, war in seinen Ausführungen zum Jahr 2017 kaum zu bremsen. Er berichtete bespielsweise vom erfolgreichen Projekt „Wegbereiter”, das Menschen in Frankfurt (Oder) und Seelow dafür sensibilisiert, den Kontakt mit den Jobcentern wieder aufleben zu lassen. Eines seiner Themen war natürlich auch die Fachkräftesicherung, zu der das bbw immer gern beitrage. Wie das funktioniert, werde derzeit in China gezeigt. Dort bildet das bbw in verschiedenen Berufen aus, was sogar in einen IHK-Abschluss mündet. Weiß: „Veränderte Märkte, demografischer Wandel, Digitalisierung und Globalisierung - das bbw nimmt die Herausforderungen an”. Das sei aber nur mit motivierten Mitarbeitern, wie seinen möglich. „Dafür an Sie meine Hochachtung und meinen Dank”, so Weiß.
Vor Fachkräftemagel warnte auch der Geschäftsführer der UVB-Geschäftsstelle Frankfurt (Oder), Eberhard Tomsche: „Fachkräfteengpass ist ein Standortnachteil”. Durchschnittlich bräuchten Unternehmen in Ostbrandenburg 160 Tage, um eine Stelle zu besetzen, zitierte er aus einer Statistik.
Im Zusammenhang mit der Digitalisierung mahnte Tomsche zu mehr Tempo beim Breitbandausbau. Dazu gehöre auch die Bereitstellung von weiterem Geld. Vorhaben, wie sie jetzt im Land Brandenburg angegangen werden, seien anderswo schon wieder veraltet. Tomsche: „Ohne schnelles Netz ist die Digitalisierung nur stille Post”.