Frankfurt/Oder (gla). Die Landtagsabgeordnete Ursula Nonnemacher besuchte die Hauptfeuerwache.

Ursula Nonnemacher, Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag, sprach im Rahmen ihrer Sommertour mit Vertretern des Amts für Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen. Amtsleiter Helmut Otto hinterfragte dabei Pläne des Brandenburgischen Innenministeriums, die Hilfsfrist von 15 auf 17 Minuten zu verlängern: „Es ist ein durchwachsenes Spiel, was man in der Landesregierung auf Wunsch einiger weniger Landkreise treibt.“
Außerdem hoffen Helmut Otto und der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbands Wolfgang Welenga, dass sich die Landesregierung mit den Vor- und Nachteilen der Verbeamtung beschäftigt. Als einzige Berufsfeuerwehr Deutschlands setzt sich die Frankfurter Feuerwehr auf Beschluss der Stadt ausschließlich aus Angestellten zusammen. Zu den Nachteilen zählt, dass Angestellte, die denselben Lehrgang wie Beamte besuchen, nicht einmal eine Urkunde erhalten, sondern lediglich eine Teilnahmebestätigung. Die Hoffnung auf Verbeamtung könne auch ein Anreiz für den dringend gesuchten Nachwuchs sein.
Die Zusammenarbeit mit den polnischen Kameraden funktioniert laut Otto und Welenga. „Das praktische Leben ist um Längen besser als das Verhältnis von Wojewodschaft und Landesregierung“, so der Amtsleiter.
Ein Problem wäre die niedrige Priorität, die Stadt und Land der Förderung von Feuerwehr und Rettungsdienst einräumen, beklagt Welenga. Bereits im Februar wies er Brandenburgs Finanzminister Christian Görke darauf hin, dass der erforderliche Eigenanteil für andere Bereiche niedriger ist. „Wir sind an dem Punkt angelangt, wo sie genug Zeit hatten, die Kitas und Schulen in Ordnung zu bringen.“