Ostbrandenburg (eb/geh). Brandenburgs Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig hat Dr. Stefan Heidrich zum Landestierschutzbeauftragten berufen.

Der Tierschutzbeauftragte für das Land Brandenburg, Dr. Stefan Heidrich, hat vorige Woche sein Amt angetreten. Der 45-jährige Veterinär leitet die im Ergebnis der „Volksinitiative gegen Massentierhaltung“ im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz neu eingerichtete Stabsstelle des „Landestierschutzbeauftragten“. Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig und Verbraucherschutzstaatssekretärin Anne Quart zeigten sich hocherfreut, für diese Tätigkeit einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen zu haben.
„Die Anbindung des Landestierschutzbeauftragen erfolgt als Stabsstelle bei der für den Verbraucherschutz zuständigen Staatssekretärin des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, um seine Unabhängigkeit zu gewährleisten. Dies entspricht dem Willen der Volksinitiative und dem Beschluss des Landtages.“, so Ludwig.
Der Minister erklärt weiter: „Die Berufung des Landestierschutzbeauftragten kann den Prozess der Umsetzung tierschutzrechtlicher und tierschutzfachlicher Vorgaben befördern, in dem er als sachkundiger Berater und Ansprechpartner für Bürger, Tierschutzorganisationen, Tierhalter und Behörden zur Verfügung steht. Der Landestierschutzbeauftragte wird keine Überwachungs- und Vollzugsaufgaben wahrnehmen“.
Dr. Stefan Heidrich, 1972 in Elbingerode im Harz geboren, ist verheiratet und Vater von vier Kindern. Der Veterinär und Fachtierarzt für das öffentliche Veterinärwesen arbeitet nach Tätigkeiten in der Privatwirtschaft, in der Wissenschaft und in tierärztlichen Gemischtpraxen seit 2008 als amtlicher Tierarzt im Land Brandenburg. Jüngst war er für einige Monate in das Tierschutzreferat des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz abgeordnet. Dr. Heidrich ist zudem als Dozent unter anderem im Amtstierärztelehrgang sowie als Dozent und Prüfer im Bereich der Sachkundeprüfung nach Paragraph 11 Tierschutzgesetz tätig. Auch in seiner Freizeit ist er dem Tierschutz verbunden, etwa als Vorsitzender im Fachbeirat „Freizeitwirtschaft Mensch & Tier“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam.
Im Ergebnis der Beratungen über das Volksbegehren „Volksinitiative gegen Massentierhaltung“ hat der Landtag die Landesregierung im Jahr 2016 dazu aufgefordert, einen hauptamtlichen Tierschutzbeauftragten nebst Geschäftsstelle zu berufen. Die Landesregierung ist dem durch die Schaffung einer Stabsstelle im Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz nachgekommen, die der Landestierschutzbeauftragte leitet.
Zu den Aufgaben des Landestierschutzbeauftragten zählen zum Beispiel die Beratung von Regierung, Bürgern und Tierschutzorganisationen in Tierschutzfragen, die Mitwirkung bei Genehmigungsverfahren zur Zulassung landwirtschaftlicher Einrichtungen sowie die Organisation und Realisierung von einschlägigen Fachveranstaltungen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Jahr 2017 wird die Mitarbeit am Tierschutzplan sein.