Ostbrandenburg (eb/geh). Über 62.700 Verbraucher suchten im Jahr 2018 persönlich, telefonisch sowie bei Veranstaltungen den Rat der Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB).

Damit konnte die VZB ihre Kontaktzahlen im Vergleich zum Vorjahr weiter steigern. „Je mehr die Menschen zum Beispiel online auf gesponsorte Inhalte und provisionsgesteuerte Empfehlungen stoßen, desto wichtiger werden unabhängige Beratungs- und Informationsangebote“, so Dr. Christian A. Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet als unabhängige Instanz für Beratung und Information zu Verbraucherrecht ein Alleinstellungsmerkmal auch dank öffentlicher Förderung“, betonte er gegenüber Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig bei der Übergabe des Jahresberichtes.
Ludwig würdigte im Gespräch die Umsetzung neuer Projekte der Verbraucherschützer: „Mit der im Jahr 2018 geplanten und nun umgesetzten neuen Videochat-Beratung im Digimobil ist der Zugang zur Verbraucherzentrale für die Brandenburgerinnen und Brandenburger im ländlich geprägten Norden viel besser geworden“, ist sich Ludwig sicher. In Frankfurt (Oder) wird zudem im August das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum in barrierefreien Räumlichkeiten eröffnet. Insbesondere gefördert wird das Projekt durch das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz.
Neben den Dauerbrennern Reklamation, Bankgebühren, Kaffeefahrten, Schlüsseldienste, hohe Betriebskostenabrechnungen oder Insolvenz von Energieversorgern spielten digitale Themen im Jahr 2018 eine große Rolle in der persönlichen Beratung. Insgesamt wurden 30 Unternehmen abgemahnt, die sich zu Ungunsten von Verbrauchern nicht an geltendes Recht gehalten haben, in drei Fällen ging es sogar vor Gericht.