Ostbrandenburg (geh). Die Verbraucherzentrale hat den Jahresbericht an Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig übergeben.

„Alle Themen der Verbraucherzentrale werden immer stärker von digitalen Problemlagen bestimmt”. Diese Bilanz zog Dr. Christian Rumpke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Brandenburg, gegenüber Verbraucherschutzminister Stefan Ludwig bei der Übergabe des Jahresberichts 2016/17.
Neben der unabhängigen Beratung, der Warnung vor unseriösen Anbietern und dem Aufdecken von Missständen will die Verbraucherzentrale Brandenburg eine Verbesserung von Verbraucherrechten erreichen und durchsetzen. „In 2016 konnten wir durch zehn erfolgreiche Abmahnungen und zwei gewonnene Klagen bessere Bedingungen für alle Verbraucher schaffen“, so Dr. Rumpke. So mahnten die Verbraucherschützer einen Online-Reiseveranstalter ab, der in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegt hatte, dass für Namensänderungen bei Pauschalreisen 100 Prozent Stornokosten für enthaltene Flüge zu zahlen seien. Der Veranstalter verpflichtete sich gegenüber der Verbraucherzentrale Brandenburg, auf diese unzulässigen Regelungen zu verzichten.
Dr. Rumpke spricht von Schieflagen im digitalen Bereich. Er warnt vor Abofallen bei Routenplaner-Diensten und Fake-Shops sowie vor Kostenfallen bei vermeintlichen Bestellungen von schufafreien Krediten. Auf dem E-Food-Markt deckte die Verbraucherzentrale Brandenburg Probleme in der Kühlkette auf.
„Die Verbraucherzentrale Brandenburg bietet Verbrauchern verlässlich erste Hilfe und Orientierung in ihrem sich rasant wandelnden Konsumalltag. Und sie ist ein unverzichtbarer Radar für Verbraucherprobleme und Schieflagen in Märkten“, würdigt Minister Ludwig das Engagement der Verbraucherschützer.