Ostbrandenburg (geh). Bei den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen wurde eine Einigung erzielt. Der neue Tarifvertrag soll rückwirkend zum 1. März 2018 in Kraft treten.

Um das zu erreichen, gingen die Angestellten öffentlicher Verwaltungen auch in Ostbrandenburg auf die Straße. Die Gewerkschaft ver.di hatte zu Warnstreiks aufgerufen.
Am Dienstagabend fanden die Verhandlungen ihr Ende. Das Ergebnis: 7,5 Prozent Lohnerhöhung bei 30 Monaten Laufzeit. Der ver.di-Verhandlungsführer Frank Bsirske sprach vom „besten Ergebnis seit vielen Jahren”. Besonders hohe Zuwächse seien in den Bereichen vereinbart worden, in denen der öffentliche Dienst die größten Personalgewinnungsprobleme auf dem Arbeitsmarkt hat: Bei Fach- und Führungskräften, Technikern, Ingenieuren, IT-Fachleuten und bei den sozialen Berufen, betonte Bsirske.
Der ver.di-Vorsitzende hob hervor, dass es zugleich gelungen sei, auch für Beschäftigte in den unteren und mittleren Entgeltgruppen einen deutlichen Sprung nach oben zu sichern. Bsirske: „100 Euro mehr an Ausbildungsvergütung und eine Anhebung der Löhne um durchschnittlich 10 Prozent bei Beschäftigungsbeginn. Dies erhöht die Attraktivität des öffentlichen Dienstes als Arbeitgeber. Das ist wichtig, weil alle Bürgerinnen und Bürger auf einen funktionsfähigen öffentlichen Dienst angewiesen sind”. Die Warnstreiks in den vergangenen Tagen hätten dazu beigetragen, dass dieser Durchbruch erzielt werden konnte. Bsirske begrüßte zugleich, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer in den Verhandlungen die zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf Beamte zugesagt habe.
Die Bundestarifkommission hat den ver.di-Mitgliedern für die anstehende Befragung die Annahme des Ergebnisses empfohlen.