Frankfurt/Oder (eb/gla). Vertreter der deutschen Geschäftsstellen der vier Euroregionen entlang der deutsch-polnischen Grenze trafen sich zu einem Erfahrungsaustausch.

Dabei ging es um die Gegenwart und Zukunft der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. Die Geschäftsführer und Koordinatoren Kleinprojektefonds kamen überein, sich dafür einzusetzen, deutsch-polnische Begegnungsprojekte noch einfacher zu gestalten.
In der aktuellen Förderperiode der Europäischen Union nahmen schon 80.000 Menschen aller Altersgruppen an den deutsch-polnischen, durch die drei Interreg-Programme geförderten Begegnungsprojekten in den Euroregionen Pomerania, Pro Europa Viadrina, Spree-Neiße-Bober und Neiße-Nysa-Nisa teil. Da diese Personen gleichsam als Multiplikatoren eines gelebten deutsch-polnischen Miteinanders fungieren, geht die Reichweite der Projekte weit darüber hinaus. Förderbescheide in Höhe von fast 8 Millionen Euro konnten bereits ausgestellt werden.
Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein und die Anregungen und Wünsche der Antragsteller umzusetzen, verständigten sich Vertreter der Euroregionen auf Kernziele für die Weiterentwicklung der Kleinprojektefonds: Sicherstellung einer möglichst papierarmen Kommunikation, einer vereinfachten Abrechnung und Antragstellung von Kleinprojekten, Einführung beziehungsweise weitere Nutzung pauschalierter Abrechnungen von Kleinprojekten, Vereinfachung des Antragsmanagementsystems, Vereinfachungen bei der Anerkennung von Eigenanteilen in Projekten, Förderung von Investitionen und Anschaffung von Ausrüstungen unter der besonderen Beachtung der Nachhaltigkeit in Kleinprojekten, und Schaffung von Instrumenten zur schnelleren Auszahlung der Förderungen.
„Die Kleinprojektefonds gehören zweifelsohne zu den effizientesten und nachhaltigsten Instrumenten der grenzübergreifenden Zusammenarbeit“, teilen die Geschäftsführer der Euroregionen Andrea Gronwald, Carsten Jacob, Markus Köhler und Toralf Schiwietz in einer gemeinsamen Erklärung mit. „Großes entsteht bekanntlich aus Kleinem. 80.000 Teilnehmer an Begegnungsprojekten in zweieinhalb Jahren erreichen aufgrund ihrer Multiplikatoren-Wirkung mindestens 500.000 Menschen, die indirekt für die deutsch-polnische Zusammenarbeit sensibilisiert wurden. Die Träger von Kleinprojekten sind oft auch Brückenbauer. Wir Euroregionen verstehen uns nicht allein als Verwalter der dafür bereitgestellten EU-Mittel, sondern gleichsam als Mentoren für die Akteure der grenzübergreifenden Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Ideen und Projekten, dem Auf- und Ausbau von Projektpartnerschaften. Kurzum - Europa ist unsere Herzensangelegenheit.“