Ostbrandenburg (eb/gla). Die Mitglieder des Mittlere Oder e.V., deutscher Trägerverein der Euroregion Pro Europa Viadrina, führten in Frankfurt (Oder) ihre Jahresversammlung durch.

Neben dem Beschluss der Arbeits- und Haushaltspläne für die Jahre 2017 und 2018 wurde turnusmäßig auch der Vorstand neu gewählt. Fünf der sechs bisherigen Vorstandsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl und erhielten erneut das Vertrauen der Mitglieder. Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke wurde als Vorsitzender, der Beigeordnete von Märkisch-Oderland Rainer Schinkel als Stellvertreter, der Leiter Zentrale Dienste der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg Guido Weiß als Schatzmeister, der ehemalige Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Oder-Spree Christoph Bruchhoff und Seelows Bürgermeister Jörg Schröder als weitere Mitglieder des Vorstands bestätigt. Der Beigeordnete des Landkreises Oder-Spree Michael Buhrke gehört dem Vorstand neu an. Der ehemalige Landrat Manfred Zalenga trat aus Altersgründen nicht erneut an, wird aber das Engagement des Vereins in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit weiterhin unterstützen. Dr. Wilke würdigte den Beitrag, den Zalenga über viele Jahre in die Arbeit des Vorstandes einbrachte und dankte ihm im Namen der Mitglieder für sein Wirken.
Im Hinblick auf die jüngst durch die EU-Kommission gesandten Signale zur Fortsetzung der Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit ab 2021 kamen sich die Mitglieder des Vereins überein, sich gemeinsam mit dem polnischen Partner durch die Aktualisierung des eigenen Entwicklungs- und Handlungskonzeptes auf Handlungsschwerpunkte in der  Euroregion vorzubereiten und in den Prozess der Erarbeitung von Kooperationsprogrammen einzubringen. Die Diskussion, Erfahrungen und Schlussfolgerungen der Mitglieder zum Stand des aktuellen Interreg-Programms brachte der Dr. Martin Wilke auf den Punkt: „Wir hören regelmäßig von Absichten zur Vereinfachung. Wir erleben mit jeder neuen Förderperiode Verkomplizierungen und Verzögerungen, Akteure werden zunehmend vergrämt, Ziele und Inhalte bleiben auf der Strecke.“ Er kündigte den Einsatz für die Vereinfachung in Strukturen und Verfahren als einen der Aufgabenschwerpunkte für den Vorstand an.