Frankfurt/Oder (eb/gla). Am 11. Oktober 2017 hatte die CDU im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Lebenswege“ zu einer Diskussion mit Markus Derling eingeladen.

Moderiert vom Kreisvorsitzenden der Frankfurter CDU Michael Möckel blickte Markus Derling auf 27 Jahre Deutsche Einheit sowie seinen persönlichen Werdegang zurück und skizzierte seine Leitidee für den bevorstehenden Wahlkampf um das Amt des Oberbürgermeisters. Markus Derling tritt mit dem erklärten Ziel an, die Stadt als einen idealen Lebensort in der Hauptstadtregion Berlin und Brandenburg zu etablieren.
„Die Nähe zu Berlin und unsere Entwicklung als europäische Doppelstadt begreife ich als Chance“, sagte Derling. „In einer Stadt mit einer internationalen Universität, preiswertem Wohnraum, einer intakten Natur und einer authentischen, lebendigen Kultur- und Kunstszene lebt es sich hervorragend – für junge Leute, diejenigen, die im Berufsleben stehen und auch für die ältere Generation.“
Weiterhin erklärte der jetzige Beigeordnete der Stadt: „Frankfurt ist für mich Heimat. Wir haben hier in den letzten Jahren trotz der Strukturschwäche viel geschafft und müssen uns unser Frankfurt nicht schlecht reden. Mit wir meine ich alle diejenigen, die Verantwortung übernommen haben, die sich jeden Tag privat oder beruflich vielfältig für Frankfurt einsetzen“, sagte Markus Derling mit Verweis auf Äußerungen des Linken-Politikers René Wilke, der für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert. „Eine Stadt zu führen ist kein Erwachsenenweiterbildungsprogramm. Dazu braucht es Erfahrung, die Fähigkeit zuzuhören, auch mal Fehler zu korrigieren, aber dann auch zu entscheiden und vor allem eine klare, erkennbare Haltung einzunehmen.“
Klar bekannte sich Markus Derling zur Kreisfreiheit von Frankfurt (Oder). Städte seien die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ereignisorte und nirgends könne die Daseinsvorsorge effizienter organisiert werden. Deshalb gehören Städte in den Augen des CDU-Politikers gestärkt und nicht ihrer eigenen Entscheidungskompetenzen beraubt. Damit einhergehend will Markus Derling als Oberbürgermeister die Modernisierung der Verwaltung vorantreiben und die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Behörden und kommunalen Betrieben wieder stärker in Prozesse einbinden, ihre vorhandenen Kompetenzen besser abrufen und so neue Motivation erzeugen.
Einen weiteren Schwerpunkt legte Markus Derling auf die Wohnungspolitik. „Um Frankfurt (Oder) für junge Familien, aber auch für Zuzug aus dem Umland attraktiv zu machen, haben wir begonnen, neue Bauflächen für Einfamilienhäuser vorzubereiten und verfügbar zu machen“, sagte er, auch in Bezug auf die durch Abriss im Rahmen des Stadtumbauprogramms frei gewordenen Flächen in Neuberesinchen und im Südring.
Markus Derling sprach sich darüber hinaus für die weitere Modernisierung und Sanierung von Wohnungen aus: „Gerade auch sozial Schwächeren darf eben nicht zugemutet werden, in unsanierten Wohnungen mit hohen Betriebskosten leben zu müssen. Zumal genau das letztlich zu einer dramatischen sozialen Entmischung führt. Höhere Sätze bei den Kosten der Unterkunft müssen dann die notwendigerweise höheren Mieten für die Einkommensschwächeren kompensieren.“
Mit Blick auf den bevorstehenden Oberbürgermeisterwahlkampf fasste Markus Derling am Ende des Diskussionsabends zusammen: „Ich möchte auch in den kommenden Jahren meine Erfahrung und meine Fähigkeiten gemeinsam mit den Frankfurterinnen und Frankfurtern zum Wohl unserer Stadt einbringen.“