Frankfurt/Oder (gla). Bei der Freien Waldorfschule beginnen die Bauarbeiten für ein Werkstattgebäude.

Am Freitag, 19. Mai 2017 legten Geschäftsführer Torsten Ziebell und Frankfurts Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke auf dem Schulhof den Grundstein. Darin eingebettet wurde eine Zeitkapsel mit einer Liste der Schulkinder und Vereinsmitglieder, einer aktuelle Tageszeitung, die Zeitschrift 25 Jahre Waldorf, Schülerwünsche und von den Kleinsten gemalte Bilder.
Torsten Ziebell freute sich, dass die Schule zum ersten Mal in seinen 27 Jahren am Standort Frankfurt (Oder) die Gelegenheit habe, „etwas richtig Großes, Eigenes zu bauen - ein Heim für unseren Werkstattbereich“.
Nach seiner Rede sangen einige der Schulkinder das Handwerkerlied. Dann wandte sich Dr. Martin Wilke in einem Grußwort an die Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler. Das neue Gebäude sei nicht nur wichtig und gut für die Schule, es sei „vor allem auch gut für Frankfurt (Oder) und die Zukunft“. Er lobte das Waldorf-Konzept der Wissensvermittlung: Lehren mit Kopf, Herz und Hand. Dass dieses System Erfolg hat, zeige sich in der guten Entwicklung der Schülerzahlen. Zurzeit lernen über 300 Kinder und Jugendlichen an der Frankfurter Waldorfschule.
Mit dem Bau des Werkstattgebäudes wurden Handwerker und Unternehmen aus der Region beauftragt. Dr. Wilke sagte zu, die Waldorfschule auch weiterhin zu unterstützen. Den Unternehmen wünschte er alles Gute beim Bau.
Lydia Nülken, Lehrerin der dritten Klasse, las dann den Grundsteinspruch vor. Er begann mit den Worten: „Wir legen den Stein in die Erde hinein. Wir bitten er möge gesegnet sein.“ Das Blatt mit dem Spruch wurde den übrigen Dokumenten in der Zeitkapsel hinzugefügt. Nachdem diese zugelötet war, zementierten Torsten Ziebell und Dr. Martin Wilke sie in den Grundstein ein.
In das neue Gebäude sollen die Fachbereiche Gartenbau, Korbflechten und die Holzwerkstatt einziehen, die für das Waldorf-Konzept des künstlerisch-praktischen Unterrichts eine wichtige Rolle spielen. Durch eine überdachte Terrasse kann der Unterricht auch draußen stattfinden.
Das Bauprojekt wurde während einer Mitgliederversammlung des Vereins Waldorfpädagogik Frankfurt (Oder) beschlossen, weil die angestiegenen Schülerzahlen eine Umstrukturierung der Raumbelegung bei der Freien Waldorfschule notwendig machen. Durch das Werkstattsgebäude werden Räume in der Schule frei, die laut Aussage der Geschäftsführung dringend für andere Unterrichtsfächer benötigt werden.