Frankfurt/Oder (eb/gla). Das brandenburgische Arbeitsministerium finanziert an den Oberstufenzentren die berufspraktische Orientierung junger Flüchtlinge.

Diese Chance nehmen 340 wahr. „Da die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt einen langen Atem erfordert, eignet sich die modellhafte Praxisförderung für die Berufsorientierung von jungen Flüchtlingen sehr gut“, sagte Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder). Arbeitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt betonte in Hennickendorf beim Besuch des Bildungszentrums der Handwerkskammer: „Vielen jungen Frauen und Männern ist eine duale Ausbildung, wie wir sie in Deutschland kennen, oft völlig unbekannt. Hier setzen wir an und unterstützen den beruflichen Einstieg durch zusätzliche ausbildungsvorbereitende Maßnahmen“.
Mit dem Modellprojekt „Werkstatttage zur Vorbereitung junger Geflüchteter auf eine (Assistierte) Ausbildung“ sollen die jungen Flüchtlinge gefördert werden, die das Berufsgrundbildungsjahr Plus an den Oberstufenzentren in Brandenburg besuchen. Die berufspraktische Orientierung für eine Ausbildung im Handwerk soll helfen, Interessen zu wecken und Kenntnisse abzurufen.
Die jungen Leute kommen unter anderem aus Afghanistan, Somalia, Syrien, Tschetschenien, Eritrea und der Elfenbeinküste. Uwe Hoppe verweist darauf, dass „wir stabile Bedarfsmeldungen von rund 20 Prozent der Ausbildungsbetriebe im ostbrandenburgischen Handwerk erhalten, die Flüchtlinge ausbilden möchten. Die Aussichten für die jungen Leute sind also positiv. Sie müssen die Angebote vom Land wahrnehmen, um auch mittels assistierter Ausbildung solide ins Handwerk zu kommen. Das bedeutet für sie eine gesicherte Zukunft“. Die von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Assistierte Ausbildung integriert Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in reguläre Ausbildung und unterstützt den Ausbildungsabschluss.