Frankfurt/Oder (eb/gla). Zur aktuellen Diskussion über mögliche Verlagerungen von Behördenstandorten im Land Brandenburg erklärt Oberbürgermeister René Wilke:

„Frankfurt (Oder) hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder mit Vorschlägen und Forderungen an das Land in die Diskussion eingebracht. Der Erhalt der BStU Außenstelle, die Reaktivierung des alten Kinos mit einer Nutzung durch das Landesmuseum, die Verlagerung des Haus Brandenburg nach Frankfurt, die erfolgte Zusammenlegung des Finanzamtes in Frankfurt sowie die mögliche Verlagerung des Zolls nach Frankfurt (Oder) sind ebenso Beispiele wie eine Stärkung der Viadrina durch einen medizinischen und pädagogischen Ausbildungszweig, die Zusammenführung der juristischen Ausbildung an der Viadrina oder die Bewerbung um den Landesrechnungshof. Vieles, was die strukturschwache Region Ostbrandenburg stärken würde, ist denk- und machbar. Einiges befindet sich aktuell sogar in der Umsetzung. An diesen Vorschlägen halten wir fest und haben daher bereits vor Wochen diese und viele weitere Themen für die Diskussion mit der Landesregierung bei Kabinett vor Ort Ende Mai angemeldet und auf die Tagesordnung genommen.“
Es könne und dürfe nicht sein, dass die Zukunft von Standorten davon abhängig gemacht werde, wer am „lautesten danach schreit“, erklärt der Oberbürgermeister. Wilke wirbt um einen strukturierten, landesweiten Diskussionsprozess bezüglich künftiger Standorte. Die aktuelle Diskussion zu Standorten von Behörden habe mittlerweile Basar-Charakter.