Frankfurt/Oder (geh/gla). Weit über 300 geladene Gäste fanden sich vorigen Dienstag zum Neujahrsempfang der brandenburgischen Wirtschafts-, Freiberufs- und Heilberufekammern im Kleist Forum ein.

Der Empfang, den in diesem Jahr die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg (IHK) ausgerichtet hatte, stand unter dem Motto „Horizonte“?und war der fünfzehnte dieser Art.
IHK-Präsident Dr. Ulrich Müller rief dazu auf, gemeinsam anzupacken, um die Zukunft möglich zu machen. Im vergangenen Jahr hatte Brandenburg die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung, sagte er. Wichtig für die Zukunft wäre die Sanierung von Straßen, Schienen und Wasserwegen sowie der Breitbandausbau. Die derzeitigen Hauptprobleme seien ein „dramatischer Zuwachs an Bürokratie“ und die Fachkräftesituation.
Thomas Schmidt, Ehrenpräsident des Landesverbands der Freien Berufe äußerte sich besorgt darüber, dass Gesetzgeber in Brüssel das Gesundheitwesen nach seiner Wettbewerbsfähigkeit beurteilen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke brachte die Gäste zum Lachen als er bemerkte: „Es sind heute mehr Vertreter der Landesregierung da als bei mancher Kabinettsitzung“. Mit einem kurzweiligen Vortrag, den Dr. Ulrich Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskamer, zur Brexit-Problematik hielt, endete der Pflichtteil.
Die Gäste fanden sich dann mit Essen und Wein in den Gängen des Kleist Forums zusammen.