Eisenhüttenstadt (eb/geh). Bürgermeister Frank Balzer, die Fachbereichsleiterin Bürgerdienste Martina Harz und Museumsleiterin Maria Wundersee haben die Stele zur „Grand Tour der Moderne“ vor dem Rathaus enthüllt.

In diesem Jahr wird in Deutschland und international an vielen Orten an das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses erinnert. An dieser von 1919 bis 1933 bestehenden Geburtsstätte der Moderne wurden Architektur, Kunst und Design revolutioniert. Die politischen Entwicklungen führten später zu einem sehr wechselvollen Umgang mit seinem Erbe. In Ostdeutschland kam es direkt nach 1945 zu Versuchen einer Wiederbelebung des Bauhauses, gefolgt von einer Phase der Abgrenzung, bis hin zu einer erneuten Hinwendung an Bauhaus-Ideen ab Ende der fünfziger Jahre.
Einen der Höhepunkte des Bauhaus-Jahres bildet die „Grand Tour der Moderne“, die 100 wegweisende Architekturen und städtebauliche Anlagen zu einer kulturhistorischen Reiseroute durch ganz Deutschland verbindet. Die Stationen der „Grand Tour der Moderne“ sollen unterschiedliche und auch gegensätzliche baukünstlerische Positionen über das gesamte zwanzigste Jahrhundert hinweg beleuchten. Eine Jury wählte besonders relevante und aussagekräftige Beispiele hierfür aus – von Einzelgebäuden bis hin zu Großsiedlungen und Unesco-Weltkulturerbestätten.
Die „Grand Tour der Moderne“ wird getragen von der Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar gGmbH und steht unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Monika Grütters, der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Eisenhüttenstadt ist in dieser „Grand Tour der Moderne“ als herausragender Ort der – zunächst an den nationalen Bautraditionen ausgerichteten – Nachkriegsmoderne der DDR mit den Wohnkomplexen I bis III und der ehemaligen Großgaststätte „Aktivist“ vertreten. Auf der Seite www.grandtourdermoderne.de finden Interessierte weitere Informationen.