Erkner (sch). Seit 1996 ist der 27. Januar der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. 

Aus diesem Anlass wurden in Erkner Kränze niedergelegt. Lothar Eysser, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Erkner hielt die feierliche Gedenkrede. Hieraus einige Auszüge: „Das Datum selbst erinnert auch an die Befreiung der Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee, heute vor 72 Jahren, am 27. Januar 1945“. „Der Tag des Gedenkens erinnert an das Schicksal all jener, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft ausgegrenzt, gedemütigt, beraubt, vertrieben, verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Wir gedenken der Juden, der Sinti und Roma, der Homosexuellen, der Menschen mit Behinderung, der Kranken, der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, der Künstler und Wissenschaftler, der aus rassistischen, politischen oder religiösen Motiven Verfolgten. Wir erinnern auch an diejenigen, die schikaniert, inhaftiert, gefoltert und ermordet wurden, weil sie Widerstand leisteten oder verfolgten Menschen Schutz und Hilfe gewährten“. Mit diesen Worten führte Lothar Eysser seine Gedenkrede fort: „Dieser Tag soll auch eine aktuelle Bedeutung bekommen. In der Proklamation des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog hieß es: Die Erinnerung darf nicht enden, sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“. Mit einer Schweigeminute in Gedenken an die Opfer und der Kranzniederlegung endete die Zeremonie.