Frankfurt/Oder (gla). Der OderlandSpiegel feierte sein 25-jähriges Jubiläum mit einem Tag der offenen Tür.

Die ersten Gäste trafen gegen 10 Uhr am Montagvormittag ein. Im Büro von Verlagsleiter Mathias Ewest war ein kleines Buffet aufgebaut. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten für Häppchen, kalte und warme Getränke gesorgt. Nach einer kleinen Stärkung lud Ewest zu einer Führung durch die Büros der Anzeigenverkäufer, durch das Satzstudio, die Redaktion und die Vertriebszentrale ein. Die Besucherinnen und Besucher nahmen gern die Gelegenheit wahr, sich einmal anzusehen, wie eine Zeitung entsteht.
Einige der Gratulantinnen und Gratulanten kamen sogar mit Geschenken. Der Pressesprecher der Sparkasse Oder-Spree Holger Swazinna präsentierte ein Bild, das einen Blick von der Stadtbrücke zum Rosa-Luxemburg-Berg zeigt, wo sich das Verlagsgebäude befindet. Der gebürtige Leipziger dankte dem Team damit für die langjährige Zusammenarbeit. Alena Karaschinski, Sprecherin des Kreisverbands Frankfurt (Oder) von Bündnis 90/Die Grünen, schenkte den Presseleuten eine Flasche Weißwein, selbstverständlich aus biologischem Anbau. Im Laufe der Jahre hatte Karaschinksi manche Zeitungsartikel und -kommentare gelobt, andere kritisiert, aber dabei niemals die Pressefreiheit in Frage gestellt.
Siegfried Pschowski, ein OderlandSpiegel-Leser der ersten Stunde, bastelte eine Glückwunschkarte. Der Straßenbahnfahrer im Ruhestand zeigte auch seine Sammelmappe, in der er die Sonderausgaben zu den bisherigen Jubiläen und einige Artikel aufbewahrte, in denen er selbst eine Rolle spielte. Pschowski ist nämlich nicht nur Leser, sondern auch Quelle des OderlandSpiegels. Unter anderem setzt er sich leidenschaftlich für Restaurierung und Erhalt der öffentlichen Brunnen im Stadtgebiet ein, und nutzte oft das Medium der Regionalpresse, um auf dieses und andere Themen aufmerksam zu machen. Mit einer Spendensammlung trug er maßgeblich dazu bei, dass der Vier-Jahreszeiten-Brunnen am Leipziger Platz wieder in Betrieb genommen wurde. In der Sammelmappe des Frankfurters fehlte lediglich die Sonderausgabe zum fünften Jubiläum. Der OderlandSpiegel-Mitarbeiterin Sabine Karge gelang es nach einigem Suchen, noch ein Exemplar davon aufzuspüren, und damit Siegfried Pschowskis Sammlung zu vervollständigen.
Abgesehen von Glückwünschen und Geschenken gingen zum Jubiläum auch Verbesserungsvorschläge und Anregungen ein. Zum Beispiel bedauerten einige, dass die Rubrik „Briefe an die Redaktion“ nicht jede Woche erscheint. Insgesamt überwog die Anerkennung dafür, dass es seit 25 Jahren eine kostenlose, unabhängige und kritische Regionalzeitung mit einem ausgewogenen Verhältnis von Journalismus und Werbung gibt.