So funktioniert eine fachgerechte Industrieabwasserreinigung an Flüssen wie der Oder

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Reinigung von Industrieabwasser – deshalb ist es wichtig

Die industrielle Revolution hat den Menschen viel Gutes beschert. Durch effiziente Prozesse konnten Dinge in höherer Qualität hergestellt werden als zuvor in kleinteiliger manueller Produktion. Auch die Preise waren dank der Massenanfertigung geringer. Die Elektrizität erhielt Einzug in die Betriebe und Haushalte. Viele Menschen, die davor von der Hand in den Mund lebten, konnten durch die Arbeit in der Fabrik ihre Kinder ernähren. Billige Produkte haben diesen Lebensstandard zusätzlich rasch erhöht. Obwohl am Anfang vieles problematisch war, wie etwa die katastrophalen Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer, wird heute kaum jemand bestreiten, dass es der Menschheit besser geht, als vor 200 Jahren.

Ein weiterer Aspekt, der bis heute, vor allem in Entwicklungsländern und Schwellenländern ein Problem ist, ist die Verunreinigung von Wasser. Viele Industriezweige benötigen Unmengen von Wasser für die Herstellung ihrer Produkte. Dieses verunreinigte Wasser wurde früher ungeklärt in Seen und Flüsse eingeleitet. Aufgrund dieses Abwassers sind viele Gewässer biologisch tot gewesen. Auch auf den Menschen hat Abwasser negative Auswirkungen. Schwermetalle und andere Verunreinigungen gelangen ins Grundwasser und später in Menschen und Tiere. Diese biologischen Schäden waren in den Medien vor wenigen Jahrzehnten so präsent, dass viele schon in Untergangsstimmung verfielen. Trotz aller Schwarzmalerei hat sich das Horrorszenario einer ausgestorbenen Welt nicht bewahrheitet. Vor allem durch gesetzliche Anforderungen wurden Betriebe, die viel Industrieabwasser erzeugen, wie etwa die chemische Industrie, zur Abwasserbehandlung verpflichtet.

Dabei wird das gereinigte Abwasser nicht direkt in Flüsse eingeleitet, sondern in die Kanalisation. Von dort gelangt es zu städtischen oder kommunalen Kläranlagen, die das vorbehandelte Abwasser weiter reinigen, sodass es irgendwann am Ende eines langen Prozesses über Flüsse, Seen und das Grundwasser aus dem Wasserhahn sprudeln kann.

Industrieabwasser reinigen – das sind die Herausforderungen

Industrieabwasser beinhaltet unterschiedliche Schadstoffe. Diese müssen aus dem Abwasser herausgefiltert werden, bevor das Wasser wieder in die Natur abgegeben werden kann. Unterschiedliche Verfahren (biologische Behandlung, chemisch-physikalische Verfahren und andere Lösungen) helfen, den Anforderungen gerecht zu werden, die an gereinigtes Abwasser gestellt werden.

Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren. So werden etwa bei Chargenanlagen nur kleine Mengen von Abwasser gereinigt. Diese Vorgehensweise ist sinnvoll, wenn nur geringe Mengen oder unregelmäßig Abwasser anfällt. Dies bietet sich vor allem bei hohen Schadstoffkonzentrationen an.

Andere Anlagen hingegen reinigen permanent anfallende Abwässer, welche als kontinuierlicher Strom durch die Anlage geleitet werden. Da das Abwasser nur durchgeleitet wird, eignet sich dieses Verfahren für niedrige Schadstoffbelastungen.

Spezielle Abwasserbehandlungsanlagen sind für die Reinigung von radioaktiv verseuchten Abwässern notwendig. Viele organische Verunreinigungen lassen sich allerdings durch biologische Methoden neutralisieren. Stoffe, die schwerer als Wasser sind, können durch das Absinken der Schadstoffe auf den Boden der Kläranlage vom Wasser getrennt werden. Chemische Reaktionen können ausgenutzt werden, um andere Schadstoffe aus dem Abwasser auszufällen.

Wenn Sie für Ihren Betrieb weitere Informationen zur Behandlung von Industriewasser benötigen, können Ihnen lokale Anbieter weiterhelfen. Vor allem bei der Erweiterung Ihres vorhandenen Systems sollten Sie sich informieren, welche Möglichkeiten zur Behandlung bestehen. Auf jeden Fall sollten Sie vor so einer umfangreichen Erweiterung von produktionsintegrierten Maßnahmen eine professionelle Beratung suchen.

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